Günther STRAUB absolvierte eine 11-jährige klassische Klavierausbildung, nahm an Klavierwettbewerben teil und war am Weg zum Konzertpianisten, als er zufällig im Radio Boogie Woogie hörte. Fasziniert davon beschaffte er sich die alten Schallplatten und begann, die Stücke nur nach dem Gehör zu spielen. Bald entwickelte sich parallel zum Medizinstudium eine intensive nationale und internationale Konzerttätigkeit.
In der Folge wandte sich Straub immer mehr dem virtuosen Stil des Stride Piano zu, jener technisch anspruchsvollen Spielweise, die in den 20er – Jahren entstand und ihren Höhepunkt mit Pianisten wie Fats Waller und James P. Johnson erlebte.
Er befasst sich aber auch intensiv mit Ragtime oder Novelty Piano von weniger bekannten Künstler*innen wie Dana Suesse, Pauline Alpert, Zez Confrey, Felix Arndt oder Arthur Schutt.
Straub konzertierte mit zahlreichen internationalen Musikern in Europa und Übersee. Sein umfassendes pianistisches Können ist geprägt von klassischer Tonkultur, Virtuosität und authentischer Interpretation der Werke jener Zeit.